Apr 4, 2005, 12:15 PM
Post #1 of 15
(693 views)
Shortcut
Ticketpreise?
Can't Post
Was würdet ihr maximal für ein Sprungticket bezahlen? Im Moment ist der Schnitt wohl so bei 26 Euro. Damit können die meißten Flugzeuge nicht mehr kostendeckend betrieben werden. Also, wo ist die Schmerzgrenze? 30, 35, 40 Euro?
Viel geht da nicht mehr nach oben, spätestens bei 29 Euro wäre wohl Schluß.
Ich bin selbst Flugzeugbesitzer und weiß was die Mühlen kosten, und mir geht 's auch finanziell nicht schlecht, aber bei 30 Euro und mehr geht mir die Relation einfach verloren.
Die Frage ist: Was tun damit die Flieger wieder wirtschaftlich betrieben werden können?
Bei 27 EUR hadere ich schon. Allerdings springe ich auch viel in Belgien, wo ein Verein auf drei Plätzen 2 Caravan und 2 Porter für Ticketpreise von teilweise deutlich unter 18 EUR betreiben kann. Dabei ist es auch noch möglich (ehrenamtliche) Coachingsprünge stark zu subventionieren.
Die Ursachen für den starken Preisunterschied kenne ich als ziemlicher Neuling bei dem Thema nicht. Ich gehe einmal davon aus, dass er überwiegend staatlich bedingt ist. (Spritpreis, Versicherungen, Vorschriften) Vielleicht gibt es aber auch andere beeinflussbare Faktoren, die zu dem Preisunterschied beitragen, oder? Würde mich schon interessieren, ob erfahrene Leute da Wege sehen.
Viele Faktoren beeinflussen den Sprungpreis. Neben den Fixkosten, die bei dem Betrieb eines Flugzeuges ohnehin anfallen (neben Sprit, Versicherung usw. sind auch so marginale Dinge wie Wartung, Finanzierung usw.) auch Kosten für Hangar und Landegebühren zu berücksichtigen (je nach Flugplatz können diese Kosten ziemlich ins Kraut schießen...). Natürlich ist auch noch wichtig, wer das Flugzeug bzw. den Sprungplatz betreibt. Handelt es sich um ein Verein, in dem alle ehrenamtlich (sprich hobbymässig) den Betrieb organisieren, lassen sich Sprungpreise über die sonstigen Einnahmen wie Mitgliedergebühren, Ausbildungs- u. Tandemeinnahmen quersubventionieren. - Das geht zwar nicht unbegrenzt, aber immerhin... Wenn der/die Platzbetreiber die Sache geschäftlich sehen (also davon leben wollen) wird es sicherlich schon enger. Das ist auch das "Geheimnis" warum z.B. auf einigen Plätzen Tandems usw. immer vor "normalem" Sprungbetrieb gehen (und Lizenzler schon mal aus einem manifestierten Lift herauskatapultiert werden - "zum Wohle der Sache"). Es ist einfach Fakt, dass der Sportspringer dem Platz kein Geld bringt - und Teams, die auch noch Sonderkonditionen aushandeln und permanent irgendeine Extrawurst gebraten bekommen wollen, sind da nur Ballast (im günstigsten Falle "Liftfüller" - die sind aber auch wieder erforderlich, wenn der Flieger grösser ist...). Also: um wieder auf den Punkt zu kommen: Wenn das mit den Spritpreisen usw. so weiter geht, wage ich mal die Vorhersage, dass künftig wieder mehr Springer "mitanpacken" müssen, damit die Sache finanzierbar bleibt. Back to the roots! Rein in die Vereine!! - Aber auch hier wird es eine gewisse Verdrängung geben: Nur die großen Vereine, mit grossen Fliegern werden überleben. Und von den kommerziellen Zentren werden sich nur die halten können, die mindestens über eine Caravan verfügen. (nur ein Triebwerk, das zu warten ist und Durst hat... - die Steigzeit ist dann nämlich nur noch Nebeneffekt - z.B. im Gegensatz zu einer Otter oder Do 28).
grosfion (D 24738)
Moderator
Apr 5, 2005, 12:23 AM
Post #5 of 15
(636 views)
Shortcut
Ich wuerde jeden Preis bezahlen um springen zu koennen. Natuerlich je teurer umso weniger. Gibt es wirklich einen Preis wo Ihr aufhoeren wuerdet?
Prinzipiell stimmt das, aber ab einer bestimmten Sprunganzahl abwärts pro Jahr würde ich mich nicht mehr sicher fühlen. Wenn ich mir diese Anzahl Sprünge nicht mehr leisten kann dann ist es besser aufzuhören.
hi, bei uns in hassfurt (www.fsz-hassfurt.de) liegen die preise bei 24.- euro für vereinsmitglieder und 25.- euro für gäste. diese preise können wir schon länger stabil halten. rabatte gibts für ff und rw teams. siehe auch: http://www.fsz-hassfurt.de/FSZHassfurtEV/media/docs/Preisliste.pdf flieger ist eine grand caravan. wir haben einen fünfjahresvertrag mit dem vercharterer direkt am platz und demzufolge solide grundlagen. sollte sich anl der gesamtsituation in deutschland nichts signifikant ändern, dann stellt sich für uns die frage nicht so wirklich dringend. der vercharterer, das flight-team (www.flightteam.de) bietet seine caravan auch an den wochentagen zu superkonditionen an interessierte sprungplätze zur charterung an. eventuell ein weg um billiger und attraktiverl zu springen?
der vercharterer, das flight-team (www.flightteam.de) bietet seine caravan auch an den wochentagen zu superkonditionen an interessierte sprungplätze zur charterung an.
wer jemals reingerochen hat wie ein ticketpreis zustande kommt, weiß das man sich hier (als betreiber) leicht die haare raufen kann. den spagat zwischen den blanken notwendigkeiten und dem preis, den der solist zu zahken bereit ist, ist oft schwer, mitunter gar nicht zu schaffen. binsenweisheit dazu: die tandems drücken mehr ab, damit die solos halbwegs vernünftige preise zahlen. bloss: was ist vernünftig? wenn man sich als springer vor augen hält, dass man an einem durchschnittlichen wochenende für zwölf jumps oder rund 12 minuten vergnügen ca 250 euro hinblättert, muss einem eigentlich klar werden, dass man einer gut betuchten elite angehört (oder einer gruppe von menschen, die sich den persönlichen irrsinn liebend gern einiges kosten läßt) da hat es schon seine psoitiven seiten, dass hierzulande die zahl der sprungwochenenden begrenzt ist. irgendwann muss sich ein konto schließlich erholen
preise in ösi-land: im schnitt bei 26, tendenz steigend. alles über 30 eier und meine sprungzahl wird wohl sinken
sonst profitieren ich noch von den grenznahen dzs in tschechien (16 euros) oder der slovakei (rund 18) und ev. auch noch ungarn.
Sehr schwierige Frage....ich denke eine geringe Preiserhöhung würde (wenn überhaupt) eine Verringerung der Jahressprungzahl zur Folge haben.
Sollten die Preise sich sehr erhöhen (30+ €), würden viele bestimmt ihre Sprungaktivität ins günstigere Ausland verlegen (den Sommer in Deutschland genießen, und bei deutschem Schmuddelwetter im Ausland springen).
Aber ich bin froh bei meiner DZ in Höxter (http://www.fscdaedalus.de) die Tickets noch sehr günstig zu bekommen. 23 € für 4000m beim Kauf eines 60er-Blocks, +1 Gratis-Ticket für Vereinsmitglieder.
(This post was edited by Zwingli on Apr 5, 2005, 11:47 AM)
In den USA Springen ist zwar ganz nett, aber du musst über 50 Sprünge machen um nur das Flugticket wieder rauszuholen. Dann kommen die Kosten für die Unterkunft und dann erst machst du Plus. Wer soviel Geld in so kurzer Zeit ausgeben kann kann auch in Deutschland springen. Und wer soviel Zeit hat dass es länger dauern darf als zwei bis drei Wochen hat normalerweise nicht das Geld.