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Freefly Intermediates?

 


Maxx  (D 9594)

Oct 8, 2004, 7:47 AM
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Freefly Intermediates? Can't Post

Hi,

Ich wollte einfach mal Meinung loswerden zu einem Thema, das man diese Saison wieder sehr gut beobachten konnte..

Es geht um die „Freefly-Szene“ in Deutschland. Nein, ich heiße nicht Marc Bachmann und das hier ist auch nicht der offene Brief, den er geschrieben hat, aber das Thema zielt fast in die selbe Richtung.
Seitdem ich mich näher mit der Disziplin „Freeflying“ als solche beschäftigt habe sind mir immer wieder die selben Sachen auf den verschiedenen Sprungplätzen aufgefallen. Auf den gemeinen Freeflyer hinbetrachtet ist mir folgendes aufgefallen: Entweder es gibt dort die Super-Cracks die ihr Geld mit Freefly-Coaching verdienen und ansonsten noch irgendwie mit der Springerei zu tun haben (z.B. Tandemvideos, Lehrer) und ihr Leben praktisch nach dem Sprungplatz richten (Fast jedes Wochenende vor Ort sind, egal wie das Wetter ist..etc.)..
Oder es gibt die Leute, die gerade erst angefangen haben, oder Freefly seit 100 Sprüngen machen, Stabil sitzen können aber auf dem Kopf noch durchs All schießen. Deren Einstellung ist „möglichst viel Spaß haben“, „möglichst viele Leute um einen herum (für zufällige Docks)“ und einfach cool aussehen dabei.
Wettbewerbsgedanken sind weder bei der Crack-Gruppe noch bei den „Anfängern“ zu finden, weil entweder keine Zeit da ist, oder einfach die Lust fehlt..

Nur was ist mit den Springern die sich zwischen diesen beiden Fronten befinden (Ich zähle mich dazu)? Die können sich entweder aussuchen Coaching zu nehmen und so hoffentlich auch irgendwann mal zur Elite zu gehören (die vielleicht aus max. 20 Leuten in Deutschland besteht) oder können weiter mit den „Anfängern“ springen und so niemals was in ihrem Springerleben erreichen. Es mag sich egoistisch anhören, aber mir ist schon klar dass ich auch mal Anfänger war, aber irgendwann wird man nun mal sicherer und besser (oder doch nicht?) und kann sich auf Compulsary Moves, Docks, etc.. konzentrieren, weil man ja auch irgendwie ein Ziel vor Augen haben will bei dieser ganzen Springerei, sonst vergeht einem schnell die Lust daran.

Muss ich also um Freefly-Profi zu werden auch mein ganzes Leben umschmeißen und mich nur noch mit Fallschirmspringen auseinandersetzen? D.h. Lehrerlizenz, Tandemmaster, Packer, Videomann, alles auf einmal?

Ich denke nicht.

Es muss doch einfach Leute da draußen geben, die das gleiche Problem haben wie Ich?
Ich bin weiter als Anfängerstatus, aber noch kein Profi.. Intermediate eben. Wie soll ich von hier weitermachen? Irgendwie gibt’s für die Leute im Freeflying keine Perspektive..

Die Futura-Förderung für Artistische Disziplinen kam leider nie zustande, weil sich zu wenig Bewerber gefunden haben. Der DFV-Cup in Deutschland zeigte deutlich dass außer den üblichen Verdächtigen dort kein Nachwuchs vorhanden war. Stirbt Freefly aus? Bin ich zu spät dran um in der Disziplin noch was zu erreichen? Fragen über Fragen. Ich hoffe auf Eure Antworten.

Feet up!
Max


audacium  (D License)

Oct 8, 2004, 10:47 AM
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Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hi Max,


sehr gut! Ich trage das gleiche Problem mit mir herum (und habe mich gewundert, ob nicht andere genauso denken).
Ich wuerde allerdings die Analyse etwas ergaenzen: Man braucht immer wieder viele verschiedene Spruenge - mal mit Coach, mal mit Leuten der gleichen Klasse, mal mit Anfaengern.

Aber sehr hilfreich ist es, wenn man eine grosse Zahl der Spruenge mit den gleichen Leuten machen kann.
Denn gerade in der Anfangs- und Intermediate-Phase hat man noch nicht die skills, sich sofort und ohne Nachdenken auf andere Leute einzustellen und ihre Fehler auszugleichen (fall-rate, sliden etc.). Ausserdem sollte im Intermediate-Bereich meiner Meinung nach das Fliegen in kleinen Gruppen (2er bis 4er oder so) ueberwiegen.

Ausserdem wuerde ich sagen, dass sich in Deutschland durchaus was tut. Es gibt immer mehr Freefly-Camps, in denen safety-rules und die basics vermittelt werden. Ich denke, Mike Kleist war hier ein Vorreiter. Boris Nebe hat diese Saison in Ampfing das Konzept aufgenommen und einen sehr grossen Erfolg gehabt. Naechstes Jahr will er richtig Gas geben, weil die Leute so positiv reagiert haben. (Ok, Ampfing ist meine Heimat-DZ, ich bin also etwas biased :-))
Und aehnliche Ideen passieren natuerlich auch an anderen DZ in Deutschland.

Was heisst das? Die meisten Leute (meinem Eindruck nach), die sich ins Freefly begeben, machen vergleichsweise wenig Spruenge. Sie kommen vielleicht ein, zweimal im Monat und wollen dann Spass haben. Solange sie safe sind, ist das auch voellig ok.

Dann gibt es aber einen Teil - zu dem ich mich zaehle - der zwar nicht Lehrer werden will oder Freefly-Coach und auch nicht die Moeglichkeit hat, mal ein Jahr nach Eloy (or whereever) zu gehen und auf der DZ zu arbeiten, um seine skills auf Vordermann zu bringen. Sondern dieser Teil moechte gerne vorankommen, indem er durch einen Mix von guten, qualitativ hochwertigen Spruengen (eben nicht die Kategorie "Schwein im Weltall"), Coaching, Besuch von Boogies etc. einfach ein guter Springer wird.

Ganz konkret, da ich mich zu diesem Teil zaehle: Ich wuerde gerne - im Rahmen meines Studiums und natuerlich der monetaeren Moeglichkeiten Smile - richtig Gas geben und in einem Team springen. Ob man gleich wettkampforientiert arbeitet, ist eine andere Frage, Aber ich habe diese Saison begonnen, bisschen Ausschau zu halten nach Leuten, mit denen ich genau dieses Vorhaben verwirklichen kann, die also aehnliche Ziele haben.


Die Freefly-Szene in Deutschland ist einfach sehr klein, weil das Land eben nicht riesig ist, und man muss schon ziemlich Glueck haben, wenn man an der Heimat-DZ genau solche Leute in ausreichender Zahl trifft.
Was ist zu tun?
Ich glaube, man kommt, wenn man dieses Vorhaben verwirklichen will, nicht darumherum, ein bisschen durch Deutschland zu reisen. Wie erwaehnt, an der eigenen DZ ist der Stamm an Freeflyern, die Gas geben wollen, halt eher klein.
Ich muss mich hier durchaus an der eigenen Nase fassen, da ich zwar viel in den USA, Italien und sonstwo gesprungen bin, aber in Deutschland noch nicht wirklich viel unterwegs war. Auf das Freefly-Festival konnte ich leider nicht kommen.
Also kenne ich auch nicht viele Leute.

Eine Idee waere aus meiner Sicht, z.B. einmal ein regionales Treffen zu organisieren, z.B. eins fuer den Sueden und eins fuer den Norden.
Und solch ein Treffen sollte etwas spezifischer sein als einfach einen kleinen boogie fuer jedermann zu organisieren. Ein solches Treffen sollte fuer genau diese intermediates sein, die Du angesprochen hast. Damit sozusagen klar ist, was die Idee ist: Dass Leute ungefaehr eines levels sich einmal zusammenfinden, Ideen austauschen, sich gegenseitig beschnuppern. Und im Idealfall kommt dann ein (oder mehrere?) Team(s) raus, das / die sich in Zukunft regelmaessig trifft und zusammen trainiert. Bspw. ein WE Ampfing und ein WE Saulgau, damit das fair verteilt ist.

Damit das nicht falsch verstanden wird - es geht hier nicht um Abschottung, oder um Sachen wie "mit Dir springe ich nicht, weil Du nur 150 Spruenge hast". Es geht darum, und deswegen herzlichen Dank fuer Deinen post, Max, den intermediate Leuten mit Lust auf mehr auch die Moeglichkeiten "zu mehr" zu geben.

Wer haette Interesse an so etwas? Jetzt wo der Winter naeher rueckt, ist Deutschland natuerlich unpraktisch, aber in Italien bspw. geht auf jeden Fall etwas.

So, dann mal raus mit den Antworten, und hoffentlich vielen Interessenten!!


Viele Gruesse, Eduard (aus Muenchen)


(Editiert fuer Rechtschreibung)


(This post was edited by audacium on Oct 8, 2004, 10:52 AM)


Merkur  (D 27990)

Oct 8, 2004, 1:35 PM
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Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hi Max, hi Idacium!
Da ich zur ZEit in den USA bin, weiss ich leider nicht, wo der offene Brief veroeffentlicht wurde (vermutlich im FF Express). Sollte dem so sein, ist der folgende Vorschlag wohl ueberfaellig. Falls nicht, habt Ih mal darueber nachgedacht, genau diese Gedanken im FF-Express (oder dem neuen Magazin, Name leider entfallen) zu veroeffentlichen (eventuell auch mit Verweis auf diesen Post). Ich denke, dadurch wuerdet ihr mehr Springer mit diesem Problem finden und koenntet euch dadurch vielleicht organisieren.
Ich komme zwar aus der Bauchfliegerei, aber dort gibt es das gleiche Problem und das trotz der groesseren Anzahl der Teilnehmer. Viele springen - auch aus finanziellen Gruenden - "nur" zum Spass mit durchaus groesseren Pausen. Andere sind wirklich gut, aber schon in einem Team oder eigentlich eben Lehrer oder Vidograph. Und dazwischen ist es dann etwas mau. Es gibt einen netten Airspeed Artikel zum Thema teambuilding, den man auch auf Freefly umsetzen kann (irgendwo hier auf DZ.com). Das Problem wird sein, zunaechst eine entsprechende Anzahl gleichgesinnter und auch gleich guter Leute zu finden, mit denen man sich dann terminlich abstimmt. In D wird das voraussichtlich jedoch bedeuten, immer mal wieder die DZ zu wechseln, damit immer mal ein anderer nicht fahren muss. Oder, wenn ihr einen entsprechenden Personenkreis zusammen habt, vielleicht zusammen nach Empuria oder USA fuer eine "Trainingswoche" zu fahren, um dort persoenlich weiter zu kommen.
Zwischendurch wird es aber immer wieder Wochen geben, wo man mit "schlechteren" Springern springen muss, da der Rest nicht kann. Die kann man dann aber vielleicht etwas weiterbilden, so dass sie bald auf das eigene Level aufschliessen.
Der Weg zum Freefly-Profi fuehrt meiner Meinung nach ueber gecoachte Sprunge. Hier ist eine Coachwoche vereinzelten gecoachten Spruengen vorzuziehen. Es zahlt sich auf lange Sicht auch aus am Anfang etwas mehr zu investieren, da man dann am Ende nicht dafuer bezahlen muss, schlechte Angewohnheiten wieder auszubuegeln.
Wuensche euch beiden viel Glueck auf der Suche nach gleichguten Gleichgesinnten.
blue skies
M.


divinglog

Oct 8, 2004, 7:30 PM
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Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hallo Max

Ich kann dir da wirklich nur zustimmen. Das Problem zieht sich aber durch die ganze Springerkarriere durch, d.h. es ist egal ob man 100, 500 oder 1000 Sprünge hat. Um weiter zu kommen muß man zumindest mit gleichguten Leuten zusammen springen, im Idealfall mit besseren die einem sagen was man falsch macht.

Leute mit gleicher Erfahrung zu finden ist machbar, denke ich. Mit besseren zusammen zu springen ist schon schwieriger, da denjenigen solche Sprünge natürlich nichts bringen, also bleibt da im Prinzip nur Coaching.

Und je weiter man selbst kommt, um so schwieriger wird es gleich gute oder noch bessere zu finden, mit denen man trainieren kann, das ist halt wie eine Pyramide.

Wenn sich natürlich ein paar Intermediates zu einem Team zusammenfinden, wäre das der Idealfall für alle um weiterzukommen.

PS: Nochmal vielen Dank für die gemeinsamen Sprünge in Mainbullau Cool


Chrisky

Oct 9, 2004, 2:49 AM
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Shortcut
Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hi Maxx,

In reply to:
Muss ich also um Freefly-Profi zu werden auch mein ganzes Leben umschmeißen und mich nur noch mit Fallschirmspringen auseinandersetzen?
Nein. Aber Du mußt Dir im Klaren darüber sein, daß Du beim Springen nur dann richtige Fortschritte machst, wenn Du viele Sprünge in kurzer Zeit machst, am Besten mit Coaching. Coaching heißt aber nicht zwingend, daß es kostenpflichtig sein muß. Gerade in Deutschland geht im Vergleich zu den USA aufgrund der DZ-Struktur viel mehr auf nicht-kommerzieller Ebene, weil die Tickets schon so teuer sind. Auch die Qualität des Coachings variiert stark. Es gibt viele sehr erfahrene und gute Freeflyer in Deutschland,und die Szene ist recht übersichtlich, sobald man mal ein bischen rumkommt und auf Boogies geht.

In reply to:
Stirbt Freefly aus? Bin ich zu spät dran um in der Disziplin noch was zu erreichen?
Weder noch. Nur... Mit zwei Wochenenden im Monat wird das eben seine Zeit dauern, und evtl ist Dein Leben zu kurz... Wink
Gerade das Kopffliegen zu lernen dauert seine Zeit, ich fang grad erst an, halbwegs kontrolliert zu fliegen. Was mir jetzt aber fehlt, ist ein Sprungpartner auf demselben Level. Und es muß eben derselbe Level sein, denn sonst wird es einem von beiden schnell langweilig oder zu weing herausfordernd, und bei den deutschen Preisen auch schnell zu teuer. Jemand, der gurndsolide, in der Tube und schnell sitzen kann, könnte auch helfen, da das wichtigste ne gescheite Referenz ist.

Das Problem ist: Wenn Du ZIG Sprünge solo gemacht hast, um auf dem Kopf fliegen zu lernen, und dann eine Referenz brauchst, willst Du nicht ein paar Spaß-Sits machen, wo irgendwer nicht mal in seinem Slot fliegen kann und Du Deine Lernkurve unterbrichst.

Also brauchst Du einen Partner, der genau NICHT dem entspricht, was die Masse der Freeflyer darstell, die reinen Spaßspringer eben. Wenn Du den an Deiner Home-DZ nicht hast, musst Du eben losreisen.

Und in Deutschland ist es eben wegen der (geringen) Größe der meisten DZ nicht drin, einen ständigen Loadorganizer zu haben der Gruppen gleichen Levels organisiert, denn er muß einen Sprung mit den Leuten machen, um ihr Können einzuschätzen... Und wer zahlt das Ticket? Wär der Scheiß Sprit nicht so teuer, könnte das vielleicht was ändern...

Ich bin auch sicher, wenn Du Marc mal anmailst (dessen offener Brief ja etwas genereller war), wird er das liebend gerne in das FFF miteinbauen, so ne Art Team-matching Sessions. Wahrscheinlichkeit, da dann mitzuorganisieren (Marc macht ja den ganzen Kram komplett alleine) ist jedoch groß und rückt Dich dann in die Nähe der Lebensumkrämplerei....Wink

Achmed Sharma hat vor ner Weile irgendwo nen ARtikel geschrieben, daß in Deutschland im Unterschied zu den USA viel Freefly-Coaching von der Szene für die Szene, also im eigenen Verein kostenlos (oder maximal den Ticketpreis) gegeben wird. Ich denke, daß viele Fortgeschrittene sich gedacht haben, Anfänger für ein paar Tips ihre Tickets zahlen zu lassen, und daß das zu dieser Polarisation beigetragen hat.

Wie können wir das ändern? Mit Anfängern springen und die richtige Einstellung mit auf den Weg geben. Mit einem Plan Springen. Vielleicht sehen, daß man einen, der noch nicht ganz auf dem eigenen Level ist, dort hinbringt (nicht nur 'nach vorne' schauen). Mehr Dropzones besuchen und Freunde schaffen.

Sorry, wenn ich mal ein oder zweimal am Nagel vorbeigetroffen habe...Wink

Sehr guter Post übrigens.Cool


StefB

Oct 9, 2004, 11:52 AM
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Shortcut
Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

In reply to:
Muss ich also um Freefly-Profi zu werden auch mein ganzes Leben umschmeißen und mich nur noch mit Fallschirmspringen auseinandersetzen? D.h. Lehrerlizenz, Tandemmaster, Packer, Videomann, alles auf einmal?

Diejenigen die das so machen, haben wahrscheinlich diesen Weg gewählt, um sich ihre Springerei überhaupt zu finanzieren. Schätze mal, dass diese auch lieber "nur freeflyen" würden... Ob Du diesen Weg auch gehen "musst", hängt von Deinem finaziellem Polster und den geplanten Sprungzahlen ab.

Blue Skies
Stefan


StefB

Oct 9, 2004, 12:05 PM
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Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

In reply to:
Stirbt Freefly aus? Bin ich zu spät dran um in der Disziplin noch was zu erreichen?

Ich denke nicht. Freefly wird sich immer weiter entwickeln.

Aber die Messlatte - wettbewerbsmäßig gesehen - liegt sehr hoch und es ist einiges zu investieren, wenn Du ganz vorne hinkommen willst. Schau Dir die Sprungzahlen der Performer an... Schätze das ist im FF genauso wie in jeder anderen Sportart, ob Formel 1 oder Synchronschwimmen. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb Futura IMHO kein Weg war, hier international mitzumischen - diesen Aufwand konnte das Projekt nicht betreiben.

Andererseits was heisst erreichen? Willst Du an die Spitze - auf Deiner DZ, in DE, in EU oder weltweit? Oder willst Du eine solide Basis für "Funjumps" - wofür gezieltes Coaching und Trainingscamps ein sinnvoller Weg wären - das wird mir aus Deinem Artikel nicht ganz klar.

Blue Skies
Stefan


feuergnom  (D License)

Oct 9, 2004, 3:49 PM
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Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

 
irgendwie versteh ich dich sehr gut - ging & geht mir sehr ähnlich. vielleicht liegt der hund ganz einfach darin begraben, dass es zu viele arrogante random-flyer gibt? Unsure


Falko  (D 10613)

Oct 11, 2004, 4:18 PM
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Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hi Max,
guter Post, regt wirklich zum nachdenken an.

Ein paar Gedanken von mir als (noch-) Bauchfaller:

Quote:
Irgendwie gibt’s für die Leute im Freeflying keine Perspektive..
Wen meinst du mit "die Leute"?
Für jemand wie dich, der sich mit einem gewissen Ernst in der Sache weiterentwickeln möchte, gibt es sicher eine Perspektive. Es gibt ja die wenigen Erfahrenen, von denen du lernen kannst (auch wenn das vielleicht bedeutet das du DZ-Hopping machen musst.)

Die gemeinen Funjumper aber, die für's Geld einfach nur Spass haben möchten, empfinden vermutlich garkeine Perspektivlosigkeit. Die meisten Freefly-Frischlinge wirken auf mich jedenfalls nicht so, als wären sie <Bully>"mit der Gesamtsituation unzufrieden"</Bully>.

Quote:
Die Futura-Förderung für Artistische Disziplinen kam leider nie zustande, weil sich zu wenig Bewerber gefunden haben.
Das ist schon irgendwie peinlich für die FF-Szene.
Ich mein da bekommt man quasi etwas vom Verband umsonst, man müsste nur "hier" schreien, aber keiner will es haben. Echt traurig.

Quote:
Stirbt Freefly aus?
Zwar werden die wenigen wirklich Erfahrenen auch nicht jünger, dann kommt erstmal lange nichts, und dann gibt's eine Armee von frischlizensierten "randomflyern" die lustig das All durchlöchern, aber ich denke mal der Pulk wird auch irgendwann wieder Anschluss finden, so dass es am Ende eine ähnlich grosse Intermediate-Schicht geben wird wie bei den Relativern. Nur dauert der Lernprozess beim Freeflying halt länger und kostet viel mehr Geld & Nerven als beim Bauchfallen.
(Beispiel: Frischlizenzler nimmt nach 30 Sprüngen den ersten "selbstangeflogenen" Griff auf dem Bauch. Das Freefly-Naturtalent will ich mal sehen, dass beim 30. Sprung im sitzen anfliegt und Griff nimmt.)

So wie ich das sehe ist der Nachwuchsmangel in der Intermediate Klasse so gross, weil viele Anfänger den Schwerpunkt beim Freefly falsch setzen:
Zuviel "free" und zuwenig "fly".
Letzteres zu vertiefen bedeutet nämlich sich in einen weniger spassigen, z.T. frustrierenden Lernprozess zu begeben. Und wer quält sich schon gern freiwillig, wenn der "grosse Spass" doch so nahe liegt?

Ich frag mich:
Wieso empfinden so viele Freefly-Anfänger mehr "Freiheit" im Sprung, nur weil sie im sitzen statt auf dem Bauch unterwegs sind? Je weniger Kontrolle man in einer Situation hat, desto weniger FREI ist man doch tatsächlich, dass zu tun was man gerade möchte.

Wenn ich auf dem Bauch irgendwo einen Griff nehmen will, flieg ich halt da hin und mach das. Auch wenn viele FF-er das Bauchfliegen als ach-so-eingeschränkt empfinden und deswegen garnicht erst damit anfangen:
Ich bin auf dem Bauch "freier" als die meisten Freefly-Anfänger. Und in 3 Dimensionen muss man dabei auch fliegen. Die einzige Beschränkung besteht darin, dass ich mich auf eine Körperposition reduziere.

Aber wie überall: Alles eine Sache des persönlichen Empfindens. Ich wunder mich halt nur woher der Trip kommt: "Hau mir ab mit RW, Freefly ist viel cooler."
</blubber off>

Abhilfe?
Ich finde eine gesunde "RW"-Basis täte vielen Freefly-Neulingen gut, um überhaupt erstmal die Erfahrungen zu machen wie es ist, anzufliegen, zu leveln, heading zu halten, und einen Griff ohne Spannung drauf zu nehmen.
Das beste Beispiel dafür ist Michael Pöhland: Lange 4er gesprungen, und jetzt guck dir den mal auf dem Kopf an. Da sieht man live, woher der Wind weht (im wahrsten Sinne des Wortes).
Solange Frischlizenzler diesen "Entwicklungsschritt" auslassen, weil 'ne Freeflyhose halt cooler aussieht, wird die Armee der Randomflyer nur grösser statt kleiner werden. (Es sei denn jemand ist ein luftiges Naturtalent, aber wer kann das schon von sich behaupten?).

Provokante These, geb ich zu, da darf man auch gerne anderer Meinung sein. Soll auch nicht als Freeflyer-Bashing rüberkommen, aber ein bischen pieksen darf es doch... vielleicht motiviert es ja, einfach die Kohle mal zu investieren und statt 5 Funjumps halt 3 Coachsprünge zu machen.

Sorry das ganze war jetzt vielleicht ein bischen am Thema vorbei, Max hilft's auch nicht weiter... Unsure


Chrisky

Oct 12, 2004, 12:02 AM
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Shortcut
Re: [Falko] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Sehr gute Punkte, und der Kreis fängt an, sich zu schliessen.Smile

In reply to:
Wieso empfinden so viele Freefly-Anfänger mehr "Freiheit" im Sprung, nur weil sie im sitzen statt auf dem Bauch unterwegs sind? Je weniger Kontrolle man in einer Situation hat, desto weniger FREI ist man doch tatsächlich, dass zu tun was man gerade möchte.
Der Eindruck der Freiheit hat IMO nix mit der Kontrolle über die Situation zu tun. Der Faktor, der viele vom FF-Anfänger vom RW abschreckt ist die Disziplin und Konzentration (und der damit oft verbundene "Gesicht zur Faust geballte" Ausdruck in demselben). Also ist der abschreckende Grund gegen RW "DER PLAN".
Deshalb gibts auch so viele Randomflyer.
Weiterer Faktor ist vielleicht, wie die Leute ans FF kommen. Jemand der gerade seinen Sit halbwegs stabil hat (also noch kaum Kontrolle, meint es aber mangels Referenz) belabert den Neuen, der meinte, es irgendwann mal probieren zu wollen, und los geht's. Der Neue hat dann Spaß wie bei ner Achterbahnfahrt, kann nicht wirklich sagen, was abging, nur daß es Spaß gemacht hat, und bekommt zusätzlich noch das "War doch cool und spaßig"-Feedback des anderen. Beide haben keine Ahnung, daß es genausoviel Spaß macht, wenn man einen Plan macht und versucht, ihn umzusetzen. Und beide haben keine Ahnung, daß sie ihre Fliegerei so nicht im Geringsten weiterbringen.

Daß so eine große Lücke zwischen der "Topgruppe" und dem Rest besteht, liegt auch daran, wie sich FF in Deutschland entwickelt hat: auf Vereinsbasis durch selberlernen und lernen von Leuten, die es sich in der Regel selbst beigebracht haben.
Einen Plan zu machen kam einem da relativ selten in den Sinn, und auch wenn man einen Plan gemacht hat, gab es selten ein vernünftiges Debrief. Meine Hoffnung und Propaganda ist ja, daß wir es in D vielleicht schaffen, ohne Coaching in kommerziellem Sinne (denn dazu hat D einfach die DZ-Infrastruktur nicht), Freefly-Instruction auf allen Levels planmäßig weiterzugeben. War auch der Grund, warum ich Max Cohn Artikel übersetzt habe.


In reply to:
Die einzige Beschränkung besteht darin, dass ich mich auf eine Körperposition reduziere.

Smile Das ist inzwschen genau das, was ich als die große Freiheit beim FF empfinde; die Möglichkeit, mich selbst in jeder Körperposition zu fliegen, auf die ich Lust habe und die ggf. der Plan erfordert. Die schönsten Spünge sind in meinen Augen die Kombination verschiedener Positionen, nicht nur auf dem Hirn durch den Äther zu glühen (obgleich die Perspektive natürlich ihren Reiz hat).


In reply to:
Ich finde eine gesunde "RW"-Basis täte vielen Freefly-Neulingen gut, um überhaupt erstmal die Erfahrungen zu machen wie es ist, anzufliegen, zu leveln, heading zu halten, und einen Griff ohne Spannung drauf zu nehmen. Das beste Beispiel dafür ist Michael Pöhland: Lange 4er gesprungen, und jetzt guck dir den mal auf dem Kopf an. Da sieht man live, woher der Wind weht (im wahrsten Sinne des Wortes). Solange Frischlizenzler diesen "Entwicklungsschritt" auslassen, weil 'ne Freeflyhose halt cooler aussieht, wird die Armee der Randomflyer nur grösser statt kleiner werden. (Es sei denn jemand ist ein luftiges Naturtalent, aber wer kann das schon von sich behaupten?).

AMEN.
Das kann ich nur bestätigen. Ich hatte relativ viel Glück (in doppeltem Sinne), da ich in meinem ersten Jahr an ner Porter-DZ war mit nem 4er/8er, wo ich immer mit den erfahrenen Leuten Springen konnte, die gerade mal nen Pausesprung machen wollten oder auf standby waren. Habe aber im Tunnel erschreckt festgestellt, daß da inzwischen wohl einiges verkommen ist...


flip2

Oct 12, 2004, 2:02 AM
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Shortcut
Re: [Chrisky] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Der Artikel ist wirklich gut, dass mal vorne weg.

Also ich zähle mich selber glaube noch zu den Anfängern.Ich kann zwar stabil sitzen und mich im Sitzen einigermaßen bewegen, was ich bei 2ern festgestellt habe, aber leider sind relativ wenige da die dazu lust haben. Das Kopffliegen habe ich mir für nächstes Jahr vorgenommen damit man ein Ziel, dass man verfolgen kann. Das sollte, finde ich , jeder Springer haben, weil ohne ZIel kommt man nicht voran. Ich würde gerne mehr im Sitzen mit jemandem machen, da kommt dann aber schon das Problem welches hier schon ausführlich beschrieben wurde mit Schweine im Weltall. ICh will nur Spaß haben lass uns ohne Plan rausspringen. Ich finde das Persönlich langweilig!!!!!!Weil der Sprung ist dafür zu teuer, zumindest für meine Geldkapazität und man lernt nichts. Da spare ich doch lieber mein GEld und ghe dafür nächste Saison auf eine Coachwoche nach Höxter oder Soest oder an einen DZ wo richtig gute FFler sind.

Man sollte vielleicht Anfangen beim Namen was zu ändern damit vielleicht das Ziel besser klar wird wo man im Freefly in Zukunft hin will. Dann sagt man halt nicht wir machen einen Freefly sprung sondern einen VRWsprung, dann kommt das ganze vom Namen her schon eine andere Bedeutung. MAg sein das vielleicht nur ich das so empfinde. Aber bei VRW wird schon klarer das man mit einem Plan aus dem Flieger springt und versucht ein Ziel zu erreichen und nicht nur im Weltall rum zu eiern.

Falls ich etwas am Thema vorbei bin Sorry!!

Mfg Flip2


FreeFlyFridge  (D 9545)

Oct 12, 2004, 8:03 AM
Post #12 of 14 (1186 views)
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Re: [flip2] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Quote:
Man sollte vielleicht Anfangen beim Namen was zu ändern damit vielleicht das Ziel besser klar wird wo man im Freefly in Zukunft hin will. Dann sagt man halt nicht wir machen einen Freefly sprung sondern einen VRWsprung, dann kommt das ganze vom Namen her schon eine andere Bedeutung. MAg sein das vielleicht nur ich das so empfinde. Aber bei VRW wird schon klarer das man mit einem Plan aus dem Flieger springt und versucht ein Ziel zu erreichen und nicht nur im Weltall rum zu eiern.
Das finde ich einen sehr guten Ansatz, denn klar zu stellen was man machen will ist extrem wichtig!
Ich finde es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen "Freefly" und "VRW"! Und aufgrund solcher genaueren Definitionen sollte auch weiter diskutiert werden, denn so ich wie Maxx ursprüngliche Post verstanden habe geht es ihm eher um VRW als um Freefly.
Soll heißen er will wohl eher in die Wettkampfrichtung und nicht die klassische "Fun-Jump" Richtung und so würde ich auch die Termini VRW oder Freefly im Ursprung definieren!
VRW ist für mich z.b. die natürliche Evolution des Bauchfliegens (Figuren zusammenfliegen die vorher gebrieft wurden!), nur halt mit mehr Freiheiten bezüglich der Körperpositionen! Hier wird auch die Wettkampfszene weiterentwickelt und "befruchtet"!
Freefly ist im Gegensatz dazu viel mehr, es besteht aus Sachen wie Tracken, Atmonauti, Hybrid etc. (natürlich durchaus auch mit Plan und wenn´s nur der Sicherheit wegen ein Minimalplan ist!) und auch freies Fliegen miteinander, ohne expliziten plan, intuitiv und aufeinander eingehend! Das ist dann wohl eher die Abteilung Fun-Jump!
Zusammenhänge und Querbezüge zwischen Fun-Jumps und Wettkampfvorbereitung sind natürlich immer da, da es immer um´s gleiche geht, Fliegen in allen Körperpositionen!
Soviel mal dazu!

Quote:
Muss ich also um Freefly-Profi zu werden auch mein ganzes Leben umschmeißen und mich nur noch mit Fallschirmspringen auseinandersetzen?
Naja, deshalb heißt´s wohl auch Profi, denn Professional=Beruf im allgemeiner Wortbedeutung!
Quote:
Stirbt Freefly aus? Bin ich zu spät dran um in der Disziplin noch was zu erreichen?
Das hämgt immer von einem selbst ab, wie mann "was erreichen" definiert. Wie schonmal erwähnt, willst du so gut werden wie du kannst, für dich selbst?.... um anzugeben?.....um ander zu trainieren?....um an Wettkämpfen teilzunehmen?
Vor allem in was? Ich denke nicht das es nach 400 Sprüngen nix mehr oder nur noch überschaubare Sachen zu lernen gibt, selbst nach 1000 oder 5000 Sprüngen kann man noch was lernen oder verbessern, deswegen würde ich mir wegen der aufkommenden Langeweile keine Sorgen machen, die gibt´s nämlich nicht, meiner Meinung nach!
Quote:
Wettbewerbsgedanken sind weder bei der Crack-Gruppe noch bei den „Anfängern“ zu finden, weil entweder keine Zeit da ist, oder einfach die Lust fehlt..
Das hat wohl seine Gründe, denn Freefly ist meinermeinung nach keine Wettkampfdiziplin, VRW wäre eine!
Wettkämpfe in Artistischen Wettbewerben finde ich sowieso sehr schwierig zu gestalten, da zu viel offenen Variablen exsitieren um eine faire Bewertung zustande zu bringen. Das könnte z.B. auch eine Faktor sein warum es keine große Wettkampfszene im Freefly gibt!
Quote:
ondern dieser Teil moechte gerne vorankommen, indem er durch einen Mix von guten, qualitativ hochwertigen Spruengen (eben nicht die Kategorie "Schwein im Weltall"), Coaching, Besuch von Boogies etc. einfach ein guter Springer wird.
Da, finde ich, liegt die Antwort auf Maxx Frage, die Mischung macht´s und um´s rummreisen wird keiner rumkommen, wenn auf seiner DZ nicht genug Freeflyer sind. Sinnvoll ist auch sich mit ein oder zwei andere, gleichgesinnten zusammen zu tun um mit denen regelmäßig und geplant zu springen, dann bekommt man wohl die besten progressions Resultate!
Und Fun Sprünge kann man dann ja immernoch auf Boogie´s machen!
BTW, um wirkliche eine anständige und gute progression zustande zu bekommen sollte man sich auch bewußt sein, das in D die Winterpause doch einiges schwieriger macht, und zudem sollte 150-200/Jahr das Minimum sein um den "Sport" einigermaßen ernsthaft zu betreiben!
Quote:
Eine Idee waere aus meiner Sicht, z.B. einmal ein regionales Treffen zu organisieren, z.B. eins fuer den Sueden und eins fuer den Norden.
Das ist ja schon so, es gibt wohl an jeder größeren DZ in Deutschland mindestens eine FF-Woche in der Saison, man muß nur hingehen! Gutes Beispiel war das FFF in Flensburg und das Go-Vertical in Leutkirch, eins im Norden eins im Süden und jeder konnte Wählen wo er hin wollte, und obwohl beide Zeitgleich waren hatte beiden regen zuspruch und vom Anspruch und Könnenstand her war´s zumindest in Leutkirch sehr, sehr anständig!
Und ja, es besteht durchaus eine Lücke zwischen den richtig guten FF`lern und den Intermediats, was man auch in Saulgau und Leutkirch feststellen konnte, nur manchmal sollte man als Intermediat mal die richtig guten ansprechen und fragen ob man mal mitfliegen darf, ich z.b. bin auch noch Intermediat und trotzdem haben Pöhli, Achmed, Boris, Paul, Mario, CK, Mike, Christian, Tom, etc nix dagegen wenn ich bei denen mitspringe, auch wenn nicht immer alles so klappt wie gebrieft und ich hab noch nie ein böses Wort von ihnen gehört, alle waren immer hilfreich mit Tipps für mich am Start und haben mich sogar manchmal "genervt" mit ihren vielen Ratschlägen!
Dafür bin ich ihnen auch seeehr dankbar! Vielleicht ist das auch der Grund warum ich die Sorgen von MAxx nicht so ganz teilen kann!

Soviel mal aus meiner Sicht und Gedankenwelt!
Will mit meinen Kommentaren niemanden persönlich "angreifen" oder gar was besser wissen und wenn ich mal was mißverstanden habe bitte ich um nachsicht, entschuldigung und klarstellung!

C-YA!
Luigi


Maxx  (D 9594)

Oct 12, 2004, 9:03 AM
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Shortcut
Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hallo alle!
Erstmal vielen vielen Dank für eure wirklich guten Antworten. Endlich sind die Beiträge im Stammtisch auch mal länger als 2 Zeilen Tongue

@Freefly-Fridge

Wegen der Terminierung Freefly/VRW:

Freefly ist wahrscheinlich schonmal alles was aus dem Flieger purzelt ohne dabei auf dem Bauch zu fliegen, das ist soweit klar. Wer Freefly verstanden hat, wird auch schonmal was von solchen Sachen wie Joker, Rock The Cradle, Eagle, Spock, Dock...etc gehört haben. Ziel ist es ja wohl im Freefly irgendwas zu fliegen, was man vorher gebrieft hat, egal jetzt ob es in den "Pflicht-Moves" steht oder ein völlig neu erfundener Move ist. Es geht allerdings um eine Umsetzung eines Planes, genauso wie beim VRW. VRW ist nach meinem Verständnis nichts anderes als RW nur auf dem Kopf. Die Figuren heißen gleich/ähnlich, sogar die Transitions der einzelnen Block-Moves ähneln sich teils.. Für VRW muss man unglaublich präzise fliegen und für Freefly meiner Meinung nach unglaublich dynamisch/flexibel. Wenn ich hier was grundlegend falsch verstanden habe, möge man mich aufklären..

Ein Funjump wiederum braucht keinen Plan, ausser natürlich den Sicherheitsplan (Exit, Separation..). Ein Funjump kann alles beinhalten, deswegen hier keine nähere Definition.

Quote:
Stirbt Freefly aus? Bin ich zu spät dran um in der Disziplin noch was zu erreichen?

Quote:
Das hämgt immer von einem selbst ab, wie mann "was erreichen" definiert. Wie schonmal erwähnt, willst du so gut werden wie du kannst, für dich selbst?.... um anzugeben?.....um ander zu trainieren?....um an Wettkämpfen teilzunehmen?

Ich definiere "was erreichen" so: Ich mache jetzt Freefly seit einiger Zeit und meine ich wäre soweit mein Können mit Können von anderen zu kombinieren. Wenn dabei was rauskommt und ein Sprungplan erfolgreich umgesetzt worden ist, ist schon "was erreicht".
Und wenn das aufgeht, dann kann man mal schauen ob man sich denn dann mit den anderen Freeflyern im Lande auch messen kann, sprich an Wettbewerben teilnehmen. Mir ist es ja klar, dass es bis dahin ein weiter weg ist, aber wenn ich nichtmal den Anfang finde wie soll ich dann das Ziel erreichen?

Mein Post sollte ja auch nicht jetzt eine Grundsatzdiskussion auslösen, sonder er sollte nur ein Hilferuf sein in die Richtung: "Hey, ich bin noch kein Profi, kann aber schon ganz gut fliegen finde aber keine Leute die mein Level sind.. Wer hat das gleiche Problem?"

Quote:
Vor allem in was? Ich denke nicht das es nach 400 Sprüngen nix mehr oder nur noch überschaubare Sachen zu lernen gibt, selbst nach 1000 oder 5000 Sprüngen kann man noch was lernen oder verbessern, deswegen würde ich mir wegen der aufkommenden Langeweile keine Sorgen machen, die gibt´s nämlich nicht, meiner Meinung nach!

In was? Im Freefly natürlich..
Natürlich gibt es noch eine Menge Sachen zu lernen, sehr viele sogar. Aber die werde ich nur lernen können wenn ich mit anderen springe die mein Level sind oder besser. Ich hab ja auch genau einen Plan was ich alles noch üben muss/verbessern kann aber den kann ich nunmal nicht umsetzen wenn ich alleine springe, verstehst du? Natürlich werde ich nur soweit "Lern-Experimente" (z.b. Fußzehen nach unten zeigen lassen, oder Movements nur mit der Hüfte) machen wie das auch die Sicherheit des gesamten Sprunges zulässt. Aber irgendwann hat man halt mal überwunden dass man kurz vor einem Griff auf dem Rücken fällt und nach oben korkt, weil man nach einer Zeit einfach seine Fehler kennt und weiß wie man sie vermeidet.

Quote:
Das hat wohl seine Gründe, denn Freefly ist meinermeinung nach keine Wettkampfdiziplin, VRW wäre eine!
Wettkämpfe in Artistischen Wettbewerben finde ich sowieso sehr schwierig zu gestalten, da zu viel offenen Variablen exsitieren um eine faire Bewertung zustande zu bringen. Das könnte z.B. auch eine Faktor sein warum es keine große Wettkampfszene im Freefly gibt!

Ich würde sagen das ist Geschmackssache. Ich finde VRW cool und es macht auch sicher sehr viel Spaß aber meinen Geschmack trifft nunmal Freefly eher. VRW erinnert mich mehr ans Fallen als ans Fliegen.
Klar, was weiß ich schon... hab das ja noch nie gemacht. Aber gerade der 3D-Gedanke den Freefly umsetzt, den vermisse Ich bei VRW. VRW ist die Rückkehr zur 2D-Welt meiner Meinung nach..

Klar ist Freefly schwieriger zu bewerten als RW, das bestreitet wohl niemand. Aber endlose andere "Künstlerische Disziplinen" der Normal-Sport-Welt sind Olympisch geworden obwohl es dort auch keine eindeutigen Bewertungsrichtlinien gibt (Eiskunstlauf, Bodenturnen, Turmspringen, Freestyle-Skiing..etc) Deswegen sind ja auch eine Pflicht- und eine Kürrunde eine gute Erfindung (auch wenn die Pflichtrunden dieses Jahr beim DFV-Cup gestrichen waren MadCrazy)

Ich denke mal als Performer weiß man dass es keine Eindeutige Regelung gibt wie ein "super sauberes Anfliegen" definiert ist oder eine bestimme Transition von hier nach da nach Bilderbuch auszusehen hat.. aber das ist ein anderes Thema.

Quote:
Sinnvoll ist auch sich mit ein oder zwei andere, gleichgesinnten zusammen zu tun um mit denen regelmäßig und geplant zu springen, dann bekommt man wohl die besten progressions Resultate!

Das ist richtig! Und wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat, ich suche Leute die Lust hätten sowas zu machen..

Quote:
was man auch in Saulgau und Leutkirch feststellen konnte, nur manchmal sollte man als Intermediat mal die richtig guten ansprechen und fragen ob man mal mitfliegen darf, ich z.b. bin auch noch Intermediat und trotzdem haben Pöhli, Achmed, Boris, Paul, Mario, CK, Mike, Christian, Tom, etc nix dagegen wenn ich bei denen mitspringe, auch wenn nicht immer alles so klappt wie gebrieft und ich hab noch nie ein böses Wort von ihnen gehört, alle waren immer hilfreich mit Tipps für mich am Start

Klar, "mal mitfliegen" ist für mich aber was anderes als mit denen ernsthaft zu trainieren.. Auf den Freefly-Festivals hatte ich auch schon öfter die Gelegenheit mit dem Top-Leuten zu fliegen, aber eine dauerhafte Beziehung war das halt nicht Wink

So, soweit wieder erstmal von mir..
Vielen Dank nochmal für Eure Antworten, mal schauen was hier draus noch wird.

Feet up!
Max


(This post was edited by Maxx on Oct 12, 2004, 10:18 AM)


FreeFlyFridge  (D 9545)

Oct 12, 2004, 3:45 PM
Post #14 of 14 (1122 views)
Shortcut
Re: [Maxx] Freefly Intermediates? [In reply to] Can't Post

Hi Maxx,
Quote:
VRW ist die Rückkehr zur 2D-Welt meiner Meinung nach..
ich würde das VRW nicht auf eine zweidimensionale Sache eingrenzen, nur weil alle HD fliegen wollen, viel interessanter sind VRW Sprünge in Kombination von HD und SF!
Nur lustigerweise gibt es viel weniger gute SF`er als gute HD´ner die überhaupt im Sitzen VRW machen können! Da liegt wohl auch der Grund das man alle VRW versuche auf´m Kopf sieht!
Quote:
VRW ist nach meinem Verständnis nichts anderes als RW nur auf dem Kopf.
Genau meine Worte!! Da sind wir auf einer Linie!
Quote:
Ich finde VRW cool und es macht auch sicher sehr viel Spaß aber meinen Geschmack trifft nunmal Freefly eher.
Genau mein Denken!

Quote:
Ich definiere "was erreichen" so: Ich mache jetzt Freefly seit einiger Zeit und meine ich wäre soweit mein Können mit Können von anderen zu kombinieren. Wenn dabei was rauskommt und ein Sprungplan erfolgreich umgesetzt worden ist, ist schon "was erreicht".
Ok, dann mußt du dir wirklich jemanden suchen in deiner Könnensklasse der auf´n bissl "Training" Bock hat! Viel glück!
Quote:
Und wenn das aufgeht, dann kann man mal schauen ob man sich denn dann mit den anderen Freeflyern im Lande auch messen kann, sprich an Wettbewerben teilnehmen.
Das ist jetzt doch mal´ne Aussage! Damit kann man Arbeiten! Wenn das dein "Nahziel" ist kommst du um´s Teamtraining wohl nicht rum. Aber das weißt du ja und suchst ja such schon kräftig Gleichgesinnte!
Was hälst du mal von´ner gepflegten Kontaktanzeige in einschlägigen Medien?!WinkTongue

So, also als meine Quintessenz stellt sich mir die Situation jetzt doch eigentlich positiv dar! Der Freefly Intermediat hat doch alle Möglichkeiten, er müsste nur wissen was er will und das ist bei soviel Auswahl wohl nicht einfach! Also sind wir wieder am Anfang! WAS WILL ICH NUR IN DIESEM SPORT???CrazyCool
Andere Meinungen wilkommen!

Gruß an alle!
Luigi



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